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Weltraumraketen im Test
Auburn, Dienstag, 16. März 1926

Wissenschaftler unternehmen erste Versuche zur Eroberung des Weltalls. Im Mittelpunkt der Raketentechnik stehen Forschungen über die wirksamste Antriebsart. Auch militärische Interessen sind im Spiel.

In der Nähe von Boston (US-Bundesstaat Massachusetts) startet der US-Physiker Robert Hutchinson Goddard die erste, mit flüssigem Treibstoff angetriebene Rakete. Das Geschoss legt in 2,5 sec Flugzeit eine Strecke von 56 m bei 12,5 m maximaler Flughöhe zurück..
Nachdem erste Starts mit Feststoffraketen, die mit Schießpulver angetrieben wurden, an mangelnder Schubkraft scheiterten, experimentierte Goddard mit leicht brennbaren Flüssigkeiten. Schließlich entschied er sich für Benzin als Raketentreibmittel und Sauerstoff als Brennmittel.
Schon 1924 veröffentlichte der sowjetische Mathematiker Konstantin E. Ziolkowski in seiner Studie »Die Rakete in den kosmischen Raum« Pläne für eine mit Flüssigkeit (flüssiger Wasserstoff und flüssiger Sauerstoff) angetriebene Weltraumrakete. Als Form schlug er den später üblichen zigarrenförmigen Zylinder vor. Auch dachte er schon an die Bündelung mehrerer Antriebe.
Der Start der Goddardschen Flüssigkeitsrakete zeigt, dass die Erforschung des Weltraums und unserer Nachbarplaneten schon fast in greifbare Nähe gerückt ist. Die kühnsten Wissenschaftler denken bereits über eine bemannte Raumfahrt nach.
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