mit Mario Lanza fing alles an. Irgendwann, es war 1958 oder 1959 zu Weihnachten, schenkten sich meine Eltern einen Schallplattenspieler mit einem Lautsprecher, damals waren die Schallplatten noch "MONO". Mein Bruder Helmut bekam eine Langspiel-Schallplatte " Les Preludes" und ich eine Single "Mario Lanza" mit den "Ave Maria´s" von Schubert und Bach/Gounod. Melodisch war mir Bach/Gounod am Liebsten. Aber welch eine Stimme?!!! Ich war von dieser Stimme einfach fasziniert und begeistert. Und so fing meine Sammelleidenschaft an. Meine Eltern (meine älteren Geschwister sind alle verstorben) schauten und hörten sich im Fernsehen vorwiegend Musiksendungen, vor allem Musikfilme aber damals wurden auch viele Operetten und Opern gezeigt. So kam ich in den Genuss von Liedern wie "Dein ist mein ganzes Herz", "Ach ich hab Sie ja nur auf die Schulter geküsst", "ich bin nur ein armer Wandergesell", "Komm in die Gondel", aber auch Joseph Schmidt´s "Ein Lied geht um die Welt" gehörten zu meinem ständigen Liedwerk an Tondokumenten. In diesem Jahr, 2026, ist der 69igste Todestag von Mario Lanza bzw. in diesem Jahr wäre der 105te Geburtstag von Mario Lanza
...eigentlich: Alfredo Cocozza, geb am
31. Januar 1921 in Lorozza - einem Vorort von New York, verbrachte
seine Kinderjahre im Italienerviertel von Philadelphia und entdeckte
bei seinem Vater eine reichhaltige Sammlung aller erschienenen
Caruso-Platten, die er sich - er nahm erst später den Mädchennamen
seiner Mutter an - immer wieder und wieder anhörte. Seine Liebe zum
Gesang - zu der Stimme von Caruso liess ihn einfach nicht mehr los,
so daß er es wagte selbst zu singen um seinem Idol - Caruso -
nachzueifern. Seine Pläne, Gesang zu studieren, wurden aber jäh von
den realen Gedanken seines Großvaters unterbrochen, der forderte,
dass sein Enkelsohn in das eigene Transportunternehmen einzutreten
hatte. So entstand die Legende vom singenen Lastwagenfahrer, der bei
einem Klaviertransport die Gelegenheit beim Schopfe nahm, das Piano
auf die Straße stellte und dem verblüfften Dirigenten Kussewitzky
vorsang - der ihn in den späteren Jahren mit Nachdruck förderte
Nach den Kriegswirren ließ er sich
gründlich im Gesang ausbilden, bevor er sich auf die Bühne stellte.
Enrico Rosati - der frühere Lehrer Giglis- wurde für über ein Jahr
sein Lehrmeister und bereits das erste Auftreten in der
Öffentlichkeit wurde ein Triumph für Lanzas Begabung. - Sogar die
sehr strengen Musikkritiker verglichen Lanza mit Enrico Caruso -
seinem Idol. Von nun an - dem Jahre 1947 - erstrahlte der Name Mario
Lanza am Himmel der Tenöre .
Die Angst trotz hervorragender Stimme einmal zu versagen, lastete auf Ihm. Erst ein berühmter Psychologe vermochte den immer öfters stattfinden Pausen zwischen seinen Auftritten ein Ende zu setzen. Ein gereifter Mario Lanza präsentierte sich nunmehr seinen Zuhörern.
In den 50iger Jahren siedelte Lanza von Amerika nach Italien und schlug sein Domizil in Rom auf und lebte dort mit Fau und seinen vier Kindern als glücklicher Familienvater. Mit Bedauern erinnern wir uns in Deutschland noch der mit großen Erwartungen angekündigten Konzerte, die dann in letzter Minute - in Hamburg bei bereits überfülltem Musikhallensaal - abgesagt werden mußten. Neue Filmverträge lagen vor, seine Filme "Serenade einer großen Liebe" und "Arrividerci Roma" waren volle Erfolge gewesen; die Welt wartete darauf, mehr von dem "Caruso-Nachfolger" zu hören. Der Tod, der einen Kometen zum Erlöschen brachte, gebot allen Plänen ein jähes Ende. (07.10.1959)
Erfreuen wir uns daran, noch einmal seine Stimme zu hören - aus einem Repertoire, das fernab der Opernbühne seine Freunde gewann. Wir alle kennen diese Titel, kennen die unsterblichen Melodien aus italienischem und amerikanischem Volksgut. Lassen wir uns von Mario Lanza im Reigen dieser Melodien begeistern