die historischen - unter Denkmalschutz , stehenden Solostimmen-Aufnahmen, -Frequenzen- nur auf den GBG-Seiten innerhalb des internen geschützten GBG-Bereiches
Erich Abraham Collin
geboren am 26. August 1899, in Berlin als Sohn eines jüdischen Kinderarztes mit Namen Abraham (deshalb häufig: Erich Abraham-Collin), 2 Schwestern, Besuch des Gymnasiums, nebenbei Gesang, Geigen- und Gesangsunterricht.
1918
für wenige Wochen beim Militär.
1918-1924
Studium der Medizin, anschließend Lehre als Bankkaufmann.
1924-1927
Studium an der Hochschule für Musik Berlin, verschiedene Gesangsengagements in Berlin.
ab März 1929
auf Vermittlung von Bootz bei den Comedian Harmonists als Tenor
(Nachfolger von Walter Nußbaum)
und Korrespondenzführer.
1931
Heirat mit der Französin Fernande Currie, 1932 Geburt der Tochter Suzanne.
bis Februar 1935
Mitglied der Comedian Harmonists (Auftrittsverbot durch die Reichskulturkammer).
Jahr | Solo-Stimme / Liedsequenz | Lied- / Textinhalt |
1930 |
Bei der Feuerwehr |
Einst ging ich gerne tanzen mit meiner
Florentine, weil sie mir so im ganzen begehrenswert erschien. Doch
circa seit drei Wochen hat sie nen neuen Tick. Denn sie schwärmt
enorm für die Uniform, drum hab ich bei ihr kein Glück. |
1930 |
Wochenend und Sonnenschein |
Wochenend und Sonnenschein und dann mit
dir im Wald allein - weiter brauch ich nichts zum Glücklichsein,
[Wochenend und Sonnenschein.] Über uns die Lerche zieht, sie singt
genau wie wir ein Lied. Alle Vöglein stimmen fröhlich ein:
[Wochenend und Sonnenschein. Kein Auto, keine Chaussee, und niemand
in unsrer Näh'.] Tief im Wald nur ich und du, der Herrgott drückt
ein Auge zu, denn er schenkt uns ja zum Glücklichsein [Wochenend und
Sonnenschein.] |
1931 |
Hallo, was machst Du heut, Daisy? |
Ich lernte Daisy kennen beim letzten
Autorennen. Mein Herz fängt an zu brennen, denk' ich noch heute
daran! Ich habe ihr geschrieben, sie möchte mich doch lieben Und
jeden Tag um sieben, da ruf' ich bei ihr an |
1931 |
Halt dich an mich |
Dich hab' ich geliebt, als ich noch in
den Windeln lag. Dich hab' ich geliebt, als ich noch in der Schule
stak.
|
1931 |
Halt dich an mich |
Und schenkst du mal einem Kind deine
Augen treu und rein, dann lasse mich dieses Kindes Vater sein. |
1931 |
Halt dich an mich | Und schenkst du mal einem Kind deine Augen treu und rein, dann lasse mich dieses Kindes Vater sein. (2te Version) |
1931 |
Hof Serenade |
Er zog zu Haus die Stirne kraus. Wie
bist du leer, geliebtes Vaterhaus. O Mütterlein, o Väterlein, Ihr
werdet nie mehr, nie mehr bei mir sein. |
1932 |
eins zwei drei vier |
Eins, zwei, drei und vier - glücklich
bin ich nur mit dir. So heißt das Einmaleins bei mir. Fünf, sechs,
sieben, acht - wenn mein Kuß dir Freude macht, dann zähl' ich
weiter Tag und Nacht |
1932 |
Heute Nacht oder nie |
Seit ich dich einmal geseh'n, ist's um
die Ruhe gescheh'n. Immer denk ich nur an dich allein, an dich bei
Tag und Nacht. Seit ich dich einmal geseh'n, kann ich dir nicht
widersteh'n. Ich weiß es gewiß, daß diese Nacht uns beide
glücklich macht. |
1932 |
Schöne Isabella aus Kastilien |
Leise flehn zur Laute meine Lieder komm
wieder, denn du bist meines Herzens Ideal. Keine paßt zu mir so gut
im Ganzen, beim Tanzen bist Du geradezu phänomenal. |
1933 |
Das Wirtshaus an der Lahn |
Frau Wirtin hatte auch ein Huhn. Das
tat, was sonst nicht Hühner tun: Es gackerte und pickte und stellte
selbst dem Hahn ein Bein, dieweil er Blümlein pflückte. |
1933 |
Das Wirtshaus an der Lahn |
Frau Wirtin hat der Tierchen zwei: 'nen
Affen und 'nen Papagei. Zwei Tierchen voll des Spaßes, der Affe
sagte: "Guten Tag", der Papagei vergaß es. |
1933 |
Das Wirtshaus an der Lahn |
Frau Wirtin hat auch einen Kahn. Drin
fuhr sie Sommers auf der Lahn. Sie legt sich auf den Rücken und
badet sich im Sonnenschein trotz all der vielen Mücken. |
1934 |
Ein bisschen Leichtsinn kann nicht schaden |
Fort mit den Sorgen, das ist heut' die
Parole. Kinder, seid lustig, und tanzt 'ne kesse Sohle. Was kann uns
das Leben noch schön'res geben als einen lust'gen Tag? Ein bißchen
Leichtsinn kann nicht schaden, laß der Jugend ihr Vergnügen. Die
frohen Tage verfliegen. [Darum laß dir keine grauen Haare wachsen],
denn: Ein bißchen Leichtsinn kann nicht schaden, laß der Jugend
ihre Freuden. Bist du einst so alt wie der Methusalem, musst du
eingesteh'n: Auch ich war jung! [Und darum drücke heute beide Augen
zu, gib der Jugend du den rechten Schwung.] |
1934 |
In der Bar zum Krokodil |
Da pfiff sie auf die Sittsamkeit und
kaufte sich ein Spitzenkleid und fuhr hinab nach Theben, um dort sich
auszuleben. [Denn Theben ist für Memphis, das, was Lausanne für
Genf ist.] |
1934 |
in der Bar zum Krokodil |
Ich weiß, was meine Gattin macht, sie
fährt nach Theben jede Nacht. ...tirili, tirila, tirili, tirila ...
[Ja, Majestät, da ham'ses! ...da ham'ses! ...da ham'ses! |
1934 |
Kannst Du pfeifen Johanna |
Kannst du pfeifen Johanna? [Gewiß kann
ich das!] Pfeife weiter Johanna, denn Pfeifen macht Spaß. |
1934 | Kannst Du pfeifen Johanna |
[Kannst du gurgeln Johanna? - Gewiß
kann ich das!] Gurgle weiter, Johanna, denn Gurgeln macht Spaß. Hast
im Hals du manchmal Schmerzen oder ist die Kehle wund, dann nimm
essigsaure Tonerde und gurgle dich gesund. [Gurgle weiter Johanna, ei
fein kannst du das!| |
1934 |
Komm im Traum |
Einsam und unbekannt in einer großen
Stadt Leb' ich und denke nur an dich, Liebste im Heimatland, die mich
vergessen hat: Hör' meinen Ruf, ich sehne mich! |
1934 |
Schade kleine Frau |
Diese Nacht hat etwas ausgesprochen
Schwüles, auch Dir - ich fühl' es - ist ziemlich heiß. Doch der
Ring an Deinem Finger macht mich schüchtern, er glänzt so nüchtern,
wie aus Eis: Und es bleibt das Blatt der Liebe unbeschrieben,
unschuldsweiß. |
1934 | Schöne Lisa |
Ich sah dich, da war es klar für mich:
Dich nur ersehnte ich, [dich ganz allein!] Wunderbar schimmert dein
blondes Haar, heut' wird das Märchen wahr, [glücklich zu sein. |
1934 |
Spanische Moritat |
"Herrschaften und auch Herren
sowie Damen Immer herein! Die letzte Gelegenheit! Die berühmte
Brasilianische Mordtat des Don Pedro wird hier erläutert sowie auch
erklärt. Kinder und Soldaten zehn Pfennige, Große
fünnef-und-zwanzig. Wir beginnen: |
1934 | Spanische Moritat |
Don Pedro stammt aus Brasilien aus
allerersten Familien. Lalala |