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Asparuch (Ari) Leschnikoff  ( 1. Tenor )


Am 16. Juli 1897 wird Asparuch Leschnikoff in

Haskovo/Bulgarien

als Sohn eines Postbeamten und einer Lehrerin geboren. Er hat einen Bruder und eine Schwester. Als Kind singt er im örtlichen Kirchenchor. Von 1908 - 1916 besucht er das Gymnasium in Haskovo, ehe er 1916 ins Militär eintritt und von 1916-1918 die Militärschule in Sofia besucht. Auch dort kommt er seiner Liebe zur Musik nach. Es entstehen erste eigene Kompositionen (Bitterer Kaffee). Er schließt die Militärschule als Leutnant ab, und nimmt mit einem kurzen Fronteinsatz noch am ersten Weltkrieg teil.

1919-1921 studiert Ari Gesang in Sofia, ehe er 1922 zur weiteren Gesangsausbildung nach Berlin geht. Ab 1923 ist Ari Stipendiat am Sternschen Konservatorium. Nebenbei verdient er sein Geld als Kellner. So lernt er auch Bootz kennen.

1926 bekommt er ein Engagement am Großen Schauspielhaus Berlin. Dort lernt er im Chor

Biberti und Cycowski

kennen.  

Jahr

Solo-Stimme / Liedsequenz

Lied- / Textinhalt

"Ari" Leschnikoff

meine Analyse von Ari Leschnikoff – am Beispiel: „Wochenend und Sonnenschein“
1. Stimmansatz (Takte 1–8)
Bereits beim ersten Einsatz fällt mir auf:
  • keinerlei hörbarer Konsonantenstoß,
  • der Ton beginnt praktisch ohne hörbares Ansetzen,
  • sofort perfekte Resonanz im Kopfregister,
  • keinerlei Druck auf den Vokalen.
Das ist nahezu typisch für einen Sänger mit einer sehr gut entwickelten Mischstimme (voce mista).

2. Vokalbildung
Leschnikoff singt nie einfach „a“, „e“ oder „i“.
Er formt die Vokale leicht um:
  • a → leicht Richtung ɔ
  • e → sehr schmal
  • i → niemals gepresst
  • o → außergewöhnlich rund
  • u → sehr schlank
Dadurch entstehen die berühmten silbernen Obertöne.

3. Register
Hier liegt wahrscheinlich das größte Geheimnis seiner Stimme.
Viele Hörer meinen zu glauben, Ari Leschnikoff singe ständig in der Kopfstimme.
Das stimmt nicht ganz und ist nur teilweise richtig,
Er benutzt m. E. praktisch ständig eine Mischung aus:
  • Bruststimme
  • Mittelregister
  • Kopfstimme
Der Übergang ist nahezu und praktisch fast unhörbar.
Gerade diese Registermischung macht seine Stimme so leicht und lebendig

4. Dynamik
Bemerkenswert:
Er singt fast nie wirklich forte.
Stattdessen bewegt er sich meist zwischen
  • piano
  • mezzopiano
  • mezzoforte
Nur ganz selten öffnet er die Stimme stärker.
Dadurch bleibt und ist sie immer beweglich.

5. Vibrato
Eines seiner Markenzeichen:
Fast kein permanentes Vibrato.
Wenn überhaupt,
  • ganz am Ende langer Töne,
  • äußerst klein,
  • sehr schnell.
Diese Singweise entspricht eher einer klassischen Gesangsausbildung als einem Unterhaltungstenor.

1930

heute Nacht hab ich geträumt von Dir

Heut Nacht hab ich geträumt von Dir, Du heißgeliebte Frau. Du warst im Traum so lieb zu mir, Du heißgeliebte Frau. Und was ich nachts geträumt von Dir, ich kann's verraten kaum. Warum war's nur ein Traum? Warum war's nur ein Traum?

1930

Liebling mein Herz läßt Dich grüßen

Liebling, mein Herz läßt dich grüßen. Nur mit Dir allein, kann es glücklich sein. All meine Träume die süßen, leg ich in den Gruß mit hinein.

1930

Wir sind von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt

Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt, denn das ist meine Welt und sonst gar nichts. Das ist, was soll ich machen, meine Natur, ich kann halt lieben nur und sonst gar nichts. Heut' schwör' ich Treue und mach' ein ernst' Gesicht, doch treu sein und bleiben, das kann ich leider nicht.

1931


Hunderttausendmal

Hunderttausendmal versuch ich's unbedingt, Hunderttausendmal bis einmal mir's gelingt. Will ja nur, du sollst mir geben dein Leben, sonst nichts!

1931

Marie Marie

Sie heißt Marie, Marie, ich bin verliebt in sie. Es gibt nur eine, denn sonst ist keine wie die (entzückende Marie!) Und steht Marie, Marie, am Fenster vis-a-vis, schau ich hinüber, und sie schaut rüber, doch weiter kommen wir doch leider nie.

1931

Was schenkst du mir dann

Es ist kein Scherz, lieber Schatz, darum sag' ich Dir: Schenk mir Dein Herz, lieber Schatz, und nimm meins dafür.

1932

Irgendwo auf der Welt

Irgendwo auf der Welt fängt mein Weg zum Himmel an. Irgendwo, irgendwie, irgendwann.

1932

Heute Nacht oder Nie

Heute Nacht oder nie will ich für Dich allein nur singen bis morgen früh. Nur die Melodie: Heute Nacht oder nie!

1934

Mein Herz ruft immer nur nach Dir

Mein Herz ruft immer nur nach Dir, oh Marita! Ich lass' Dich niemals fort von hier, oh Marita! Ich steh' vor Deiner Zimmertür, Marita, und wart' geduldig Tag und Nacht, bis einst mir Deine Liebe lacht.



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